Gipfelbuch - Details
Lagginhorn, 4010 m.ü.M.
Markus Wittwer (Tourenleiter)
10.08.2010, 12:49
2023 mal angezeigt
Gipfelinformationen
CH - Walliser Alpen
643600 | 111900 (Schweiz)
46:09:30:N | 8:0:20:E
46:09:30:N | 8:0:20:E
1:25000, Nr 1309
Routeninformationen
[Tourenführer-Version vom: 10.08.2010, 12:49]
Von der Weissmieshütte über den Laggingletscher (
Berg-/Hochtour (Sommer))
Von der Weissmieshütte dem Weg an den Toiletten vorbei zum Skipistentrassé, dann leicht rechts haltend, zuerst gegen Hohsaas. Auf ca 2900m auf die links paralell zur planierten Piste verlaufenden Moräne (alte, orographisch linke Moräne des Laggingletschers) auf guter Wegspur bis zum Glescherrand auf ca 3150m. Dann den Steinmännern und roten Punkten folgend ziemlich genau nach Norden. Vorsicht bei der überschreitung des einzigen wirklich grossen Spaltes auf ca 3200m, der am besten ganz links traversierbar ist (Spätsommer-Herbst). Dann weiter ohne Probleme nach links schwenkend über Geröll auf den breiten Westgrat, den man etwa auf 3420m erreicht. Nachher problemlos Steinmännern, Wegspuren und roten Punkten und immer etwas südlich (rechts) des Westgrates folgend bis zum "Fuss" des steilen Schlusshanges, der auf ca 3650m beginnt. Im Frühsommer liegt da noch Schnee, ebenfalls im Herbst, sodass Steigeisen unentbehrlich sind. Die Route ist weiterhin gut mit Steinmännern gekennzeichnet. Im Prinzip folgt sie im Zick-zack der Fallinie. Erst kurz vor dem Gipfel auf ca 3950m macht sie einen kurzen Schwenker nach links, um dann auf ca 3980m auf den Nordgrat zu kommen. Diesem entlang unschwierig über Firn u/o leichte Platten zum ausgesetzten, für nur wenige Bergsteiger Platz bietenden Gipfel. Schönes Kreuz!Sehr oft werden diese an bergtechnisch an sich uninteressanten Routen als Abstiegwege gebraucht. Aufgestiegen wird klassisch über das Fletschhorn und den Lagginnordgrat (ZS-). Für die Beschreibung verweise ich auf den SAC-Führer "Walliseralpen, vom Theodulpass zum Simplen" [Autoren]
1290 m
Verhältnisinformationen
09.08.2010
2 Person(en)
ja
Nach einer klaren Nacht war der Lagginhorngletscher hart gefroren, weshalb schon dort Steigeisen notwendig waren. Der Gletscher hat doch noch einige Spalten, weshalb Anseilen sicher nicht verkehrt ist.
Der Fels am Grat ist trocken, erst ca. 200Hm unterhalb des Gipfels liegt noch Schnee und Wassereis auf dem "Weg". Für diese Passagen sowie das Gipfelfirnfeld sind Steigeisen momentan sicher ein Muss.
Der Fels am Grat ist trocken, erst ca. 200Hm unterhalb des Gipfels liegt noch Schnee und Wassereis auf dem "Weg". Für diese Passagen sowie das Gipfelfirnfeld sind Steigeisen momentan sicher ein Muss.
Wer den Lagginhorn-Gletscher im unteren Teil meiden will, kann den Grat ganz unten auch von "Norden" her gewinnen. Wurde gestern auch gemacht und soll nicht anspruchsvoller sein, als die "Normalvariante".
Auch die Überschreitungen vom Fletschhorn sowie vom Lagginjoch wurden gemacht.
Auch die Überschreitungen vom Fletschhorn sowie vom Lagginjoch wurden gemacht.
Obschon die Normalroute auf's Lagginhorn vielfach eher als "Wandertour" gehandelt wird und man eigentlich nirgends richtig klettern muss, sollte eine gewisse Hochtourenerfahrung doch vorhanden sein.





